Ihr habt Fragen zu euren Rechten als studentisch Beschäftigte?
Hier geben wir zu den häufigsten Fragen Antworten

- Wieviel Uraub steht mir zu?
- Was passiert wenn ich krank werde?
- Was ist wenn an meinem Regelarbeitstag ein Feiertag ist?

Falls Ihr noch weitere Fragen habt könnt ihr uns jederzeit per Mail (siehe unten) erreichen.
Emailadresse
Außerdem hat ver.di zum Thema studentische Beschäftigte eine Broschüre zusammengestellt. Dieses findet ihr am GSKa Stand bei Linie 1/2 in der Mensa oder ihr könnt sie hier herunterladen.

Urlaubsanspruch:
Entgegen der zum Teil vorherschenden Praxis an der Uni haben studentisch Beschäftigte (Hiwis) einen Anspruch auf Urlaub.
Dieser leitet sich aus dem Bundesurlaubsgesetz ab. Die Urlaubsstundenanzahl kann nach der Formel, die im Handbuch der Universität Karlsruhe (Wissenschaftliche/Studentische Hilfskräfte Teil I – W 1)beschrieben ist, berechnet werden. Die Unterlagen hierzu findet ihr im Intranet der Universität unter dem Link: http://intranet.kit.edu/downloads/W_1_Wissen_Hilfskraefte.pdf
Die wichtigsten Passagen sind aber auch an diesen Artikel angehängt.

Anrechnung von Feiertagen:
Arbeitet ihr regelmäßig am selben Wochentag habt ihr Glück, denn ist dieser Wochentag mal ein Feiertag könnt ihr auf eurem Stundenzettel einfach die übliche Stundenanzahl eintragen und müsst diese nicht nacharbeiten.
Habt ihr keinen regelmäßigen Arbeitstag, so werdet ihr anteilig für den Feiertag bezahlt. Wer pro Woche 10 Stunden arbeitet, muss, wenn in der Woche ein Feiertag liegt, ein Fünftel, also 2 Stunden, weniger arbeiten, bekommt aber trotzdem 10 Stunden bezahlt.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall:
Auch wenn euch einmal eine Krankheit erwischt, ist euer Lohn nicht verloren, es gelten die Regeln für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wie ihr euch krank melden müsst könnt ihr dem Handbuch entnehmen (10.1-2)

Alles Gute
Eure GSKa

Hier der Auszug aus dem Handbuch der Universität Karlsruhe(TH) 92. Ergänzung – Mai 2009

Urlaub
9.1 Wissenschaftliche/Studentische Hilfskräfte haben Anspruch auf (bezahlten) Erholungsurlaub. Er bemisst sich nach dem Bundesurlaubsgesetz und beträgt bei vollbeschäftigten Hilfskräften (vgl. Ziffer 8 ) 20 Arbeitstage pro Jahr.
Seit dem 01.04.2007 entspricht ein Urlaubstag 3,95 Arbeitsstunden; d. h., der Jahresurlaub beträgt insgesamt 85 Arbeitsstunden.
Ist eine wissenschaftliche/studentische Hilfskraft mit weniger als der maximalen Stundenzahl beschäftigt, ist der Jahresurlaubsanspruch wie folgt zu berechnen:

Tatsächliche Monatsstunden x 20 × 3,95/85-Stunden-Grenze

Beispiel: 30 Monatsstunden x 20 × 3,95/85 = 27,88 Stunden
Aufgerundet ergibt sich somit ein Urlaubsanspruch von 28 Stunden pro Jahr (ab 5 hinter dem Komma wird aufgerundet).

Ändert sich die Stundenzahl monatlich, ist der Urlaubsanspruch für jeden Monat getrennt nach der obigen Formel zu berechnen.
Arbeitet eine wissenschaftliche/studentische Hilfskraft weniger als 12 Monate im Urlaubsjahr, wird der Jahresurlaub um die Anzahl der vollen Monate gekürzt, für die keine Vergütung bezahlt und keine Arbeitsleistung erbracht wird.
9.2 Der Erholungsurlaub ist in der vorlesungsfreien Zeit zu nehmen.
9.3 Die Urlaubsfreistunden sind auf den Stundenzetteln zu vermerken.
Für die Führung der Urlaubskartei siehe nähere Hinweise unter Teil I – U 2.
9.4 Die Übertragung des Urlaubs in ein anderes Beschäftigungsverhältnis (wissenschaftliche/r Beschäftigte/r) ist nicht möglich.

10. Arbeitsunfähigkeit
10.1 Für wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte findet das Entgeltfortzahlungsgesetz Anwendung; d. h., bei ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit wegen Unfalls oder Erkrankung oder bei einem amtsärztlich verordneten Kur- oder Heilverfahren wird die Vergütung grundsätzlich für die Dauer von 6 Wochen weitergezahlt, sofern das Beschäftigungsverhältnis nicht vorher endet.
10.2 Die Arbeitsunfähigkeit ist unverzüglich dem/der Institutsleiter/in bzw. Lehrstuhlinhaber/in mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Tage, so ist dies durch ärztliche Bescheinigungen nachzuweisen (Näheres siehe Teil I – K 2).