Archiv der Kategorie 'tarifini'

Frohe Weihnachten!

…und denkt daran auch studentisch Beschäftigte (Hiwis) haben einen Anspruch auf Anrechnung von Feiertagen, bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Anrechnung von Feiertagen:
Arbeitet ihr regelmäßig am selben Wochentag habt ihr Glück, denn ist dieser Wochentag mal ein Feiertag könnt ihr auf eurem Stundenzettel einfach die übliche Stundenanzahl eintragen und müsst diese nicht nacharbeiten.
Habt ihr keinen regelmäßigen Arbeitstag, so werdet ihr anteilig für den Feiertag bezahlt. Wer pro Woche 10 Stunden arbeitet, muss, wenn in der Woche ein Feiertag liegt, ein Fünftel, also 2 Stunden, weniger arbeiten, bekommt aber trotzdem 10 Stunden bezahlt.

Urlaubsanspruch:
Entgegen der vorherschenden Praxis an der Uni haben studentisch Beschäftigte (sogenannte Hiwis) einen Anspruch auf Urlaub.
Dieser ergibt sich aber ganz deutlich aus dem Handbuch der Universität Karlsruhe (Wissenschaftliche/Studentische Hilfskräfte Teil I – W 1). Für alle die dies nicht zur Hand haben, ist das pdf hochgeladen und unten die wichtigsten Passagen angehängt. (mehr…)

Wer ist Horst?

Horst und Max sind Studis. Horst arbeitet an der Uni und bekommt 8,05€/h und muss viel arbeiten um davon leben zu können.
Max arbeitet auch an der Uni. Er hat sich eingruppieren lassen und wird nach Tarif bezahlt. Deshalb bekommt er 13€/h und muss viel weniger arbeiten als Horst.
Wie kam es dazu

Sei kein Horst, lass dich eingruppieren und verdiene mehr.

Jetzt eingruppieren lassen!

Es gibt Neuigkeiten im Bereich Tarifini!

Wenn Du an der Universität ( oder am KIT) einen „Hiwi Job“ hast,
also Studentisch Beschäftigt bist und im Bereich
Technik und Verwaltung arbeitest ( z.B. Computer Admin im RZ oder
BüchereinsortiererIn in der Bibliothek) dann solltest Du Dich

Jetzt eingruppieren lassen!

Und das geht so:

-> Aufgabenbeschreibung Deiner Stelle und Tätigkeit bei Deinem Institut einfordern

-> Mit uns zusammen Deine Gehaltsstufe bestimmen (Eingruppieren)

-> Geforderte Nachzahlung ausrechnen / seit wann Du dort arbeitest

-> Alles zusammen bei der Personalabteilung mit Anschreiben einreichen
(Stellenbeschreibung, Eingruppierung, Nachzahlungsforderung)

-> Max sein und mehr verdienen.

In den nächsten Wochen gibt es dann bei uns einen Vordruck für das Anschreiben an die Personalabteilung.

Viele Grüße Eure GSKa

PS: Das diese Eingruppierung vorgenommen werden muss, wurde 2005 in einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts bestätigt.(BAG 4 AZR 396/04)

Was ist ein Tarifvertrag

TVL Tarifvertrag der Länder

Präambel: Studentische Beschäftigte auch Hiwis genannt sind von diesem Tarifvertrag ausgenommen.
so oder ähnlich lautet es im Tarifvertrag der Länder kurz TVL genannt. Aber was ist ein Tarifvertrag? Wikipedia gibt hier folgende Antwort:

Der gesetzliche Rahmen ist in Deutschland im Tarifvertragsgesetz, kurz TVG, vom 9. April 1949 festgelegt.

Ein Tarifvertrag gilt für ein Arbeitsverhältnis unmittelbar (also ohne dass seine Geltung noch vertraglich vereinbart werden müsste) und zwingend (mit der Folge, dass vertragliche Abweichungen zum Nachteil des Arbeitnehmers unwirksam sind), wenn beide Arbeitsvertagsparteien tarifgebunden sind. Damit der Tarifvertrag auf das Arbeitsverhältnis anwendbar ist, müssen daneben der Betrieb in den fachlichen und örtlichen, der Arbeitnehmer in den persönlichen Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen.

Die Tarifbindung folgt aus der Mitgliedschaft in einer der Tarifvertragsparteien (Arbeitgeberverband oder Gewerkschaft). Tarifgebunden ist auch der Arbeitgeber, der einen Tarifvertrag direkt mit der Gewerkschaft schließt. Ausnahmsweise kann ein Arbeitgeber trotz Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband nicht tarifgebunden sein, wenn die Satzung des Verbandes eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (so genannte OT-Mitgliedschaft) vorsieht und der Arbeitgeber diese Form der Mitgliedschaft inne hat.

Unabhängig davon kann jederzeit einzelvertraglich durch eine so genannte Bezugnahmeklausel die Geltung eines Tarifvertrags oder einer bestimmten Tarifregelung vereinbart werden.

Ein Sonderfall ist die Allgemeinverbindlicherklärung eines Tarifvertrags. Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag ist auf alle Arbeitsverhältnisse im Geltungsbereich des Tarifvertrags anzuwenden unabhängig von dem Willen der Arbeitsvertagsparteien.

Tarifverträge bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform

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in kürze mehr

Teil Personalversammlung

der Personalrat und die Gewerkschaftliche Studierenden Gruppe laden zur Teilpersonalversammlung ein:

Donnerstag 9.07.2009
Benz (HMU) Hörsaal
14.00 Uhr bis 15.30 Uhr

es geht um:
Urlaub und Krankmeldung
Administrative Tätigkeiten (RZ-/Bib Mitarbeiterinnen) in den TVL eingruppieren, höhere Bezahlung und mehr Urlaubs Anspruch
allgemeiner Tarifvertrag für alle „Hiwis“

bis dann grüße GSKa

Info: In Karlsruhe arbeiten ca: 2700 studentische Beschäftigte an der Uni. Damit stellen wir ca. ein drittel der Angestellten oder jeder Mitarbeiter hat einen halben „Hiwi“ zur Verfügung. Seit 16 Jahren gab es keine nennenswerte Lohnanpassungen mehr. Krankmelden stößt bei vielen Professoren und Mitarbeitern auf Unverständnis. Hier muss sich einiges Ändern. Wir packen das an.

Vor Ort

Eine tarifliche Absicherung für studentische Beschäftigte jetzt!
Ein Job an der eigenen Uni – ohne langen Arbeitsweg, in bekannter Umgebung und mit der Möglichkeit, erste Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb zu sammeln – wer würde da schon nein sagen?
Leben von Luft und Wissenschaft?
Das Angebot klingt verlockend, doch schon bei näherer Betrachtung der meist auf wenige Wochen oder Monate befristeten Arbeitsverträge für studentische Beschäftigte schrumpft die Begeisterung: Kein Wort von Urlaub, Weihnachtsgeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Häufig, so berichten die Kollegen, werden sie bei Krankheit aufgefordert, ihren Dienst zu tauschen und die versäumte Zeit nachzuarbeiten. Selbst der gesetzliche Mindesturlaub muss mühsam erkämpft werden. Der Stundenlohn stagniert in Karlsruhe seit mehr als acht Jahren bei 8,05 €, an der Fachhochschule verdienen die studentischen Beschäftigten erst seit diesem Oktober ’08 8,05 € davor waren es 5,70 €. An der Pädagogischen Hochschule sind die Löhne immer noch bei 7,50 € oder werden gar nicht ausgezahlt.

Ca: 2300 studentisch Beschäftigte gibt es allein an der Universität Karlsruhe – Da sich Studis aber gerade an den Hochschulen kaum als Arbeitnehmer begreifen, stellen sie ihre Arbeitsbedingungen und Vergütung selten in Frage, dass muss geändert werden! Auch sind für studentische Beschäftigte die Vorgesetzten nicht selten gleichzeitig die eigenen Lehrer und Prüfer. Daraus entsteht eine besondere Abhängigkeit, die Kritik an Arbeitsanforderungen und –bedingungen häufig verhindert. Dabei arbeiten auch Studis nicht aus reiner Liebe zur Wissenschaft: Nach der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (2003) sind über zwei Drittel der jobbenden Studis auf den Zuverdienst unbedingt angewiesen. Eine vernünftige soziale Absicherung studentischer Beschäftigter würde demnach nicht zuletzt dazu beitragen, soziale Barrieren beim Hochschulzugang abzubauen.
Arbeitnehmerrechte durchsetzen!
Papier ist geduldig – daher setzen wir uns nicht nur für einen Tarifvertrag ein, sondern auch für die Durchsetzung der schon vorhandene Rechte – wie beispielsweise Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – häufig nicht wahrgenommen. Einige der sogenannten studentischen Hilfskräfte haben theoretisch sogar schon heute ein Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag nach Bundesangestelltentarif (BAT) bzw. Tarifertrag im öffentlichen Dienst (TV-L).
Druck machen!
Eins ist klar: Ohne deutlichen Druck der Studierenden und ver.di auf breiter Basis werden wir derzeit keinen Tarifvertrag durchsetzen können. Doch das Beispiel Berlin zeigt: Es ist möglich. Um mindestens die Berliner Standards bundesweit durchzusetzen, hat sich ein bundesweites Bündnis aus Gewerkschaftsmitgliedern, studentischen Beschäftigten und anderen hochschulpolitisch Aktiven zusammengetan.

    Wir Fordern deshalb :

    -> Streichung der Ausnahmeklausel im TV-L:
    „Gilt nicht für studentisch Beschäftigte“

    -> Einheitlicher Lohn für alle Hochschulen
    Uni, PH, FH, HfM, HfG, Akademie der Künste

    -> 13 € Stundenlohn für alle Tätigkeiten, als Studentische Beschäftigte
    damit 40 Stunden pro Monat zur Grundfinanzierung reichen